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antwort1Kommentar von Captain Peter Hammarstedt, 3. April 2017:  Am Freitag erreichte uns die traurige Nachricht, dass die japanische Walfangflotte ihre selbst zugewiesene Fangquote erreicht hat, trotz der Bemühungen von Sea Shepherd dies zu verhindern.

Obwohl diese Neuigkeiten wirklich enttäuschend sind, müssen wir daran denken, dass Japans Walfangprogramm in der Antarktis sich seit Beginn unserer Antarktiskampagne vor 15 Jahren grundlegend verändert hat. Während meiner ersten Kampagne in der Antarktis war es das Ziel der Walfänger, 1.035 Wale zu töten. Aufgrund von Sea Shepherds Erfolgen wurde die jährliche Fangquote auf 333 Walen reduziert, sodass jedes Jahr 702 Wale gerettet werden. Eine Fangquote von 333 Walen ist ein leichter zu erreichendes Ziel für die japanische Walfangflotte. Da sie ihr Walfanggebiet auf das Doppelte ausgeweitet hatten, war es zudem doppelt so schwer, sie zu finden.

Ich habe Kommentare gelesen, in denen stand, Sea Shepherd hätte mehr Schiffe ins Südpolarmeer schicken sollen. Wartung, Finanzen und andere Verpflichtungen haben dies unmöglich gemacht. Außerdem ist Sea Shepherd nicht nur eine Anti-Walfang-Organisation. Sea Shepherd ist eine Bewegung, die sich für den Meeresschutz einsetzt.

Die SAM SIMON zieht jeden Tag illegale Stellnetze aus dem Golf von Kalifornien. Es ist der letzte verzweifelte Versuch, den gefährdeten Golftümmler zu retten, von dem nur noch 30 Tiere übrig sind. Die Sea Shepherd-Flotte im Golf von Kalifornien ist die letzte Hoffnung für den Golftümmler. Die Kampagne OPERATION MILAGRO bedeutet ins Deutsche übersetzt, "Wunder".

Die BOB BARKER patrouilliert in den Gewässern von Liberia. Dort wurden fünf in illegale Fischerei involvierte Schiffe festgesetzt. So konnten Millionen von Fischen und Shrimps gerettet werden, in einem Gebiet, in dem mehr als 50 % der Fischbestände erschöpft sind.

Ich habe mein gesamtes Leben als Erwachsener den Kampagnen gegen den Walfang gewidmet. Dabei geschah es, dass wir zwischen zwei deutlich größeren Schiffen eingeklemmt waren, als Sea Shepherd den japanischen Walfängern ihre schlimmste Jagdsaison bereitete. Ich finde, dass auch der Tod eines einzigen Wales ein Grund zum Trauern ist. Dennoch sehe ich, dass die Probleme der Weltmeere größer sind, als das japanische Walfangprogramm im Südpolarmeer.

ote Haie werden aus dem Netz eines Ringwadenschiffes gezogen Foto: Sea Shepherd Global / Simon AgerÜber 300.000 Wale, Delfine und andere Meeressäuger sterben jedes Jahr weltweit als Beifang in der Fischerei. Dies sind fast 1.000 mal so viele Meeressäuger, wie Japans Walfangflotte anvisiert. Doch diese 300.000 Tiere sind die unsichtbaren Opfer der Fischerei-Industrie. Sie bekommen nicht dieselbe Aufmerksamkeit, die das Walfangprogramm Japans bekommt. Die explodierenden Harpunen und blutroten Meere sind plakativer. Das Leid der Tiere ist ebenso groß, wenn sie in den unsichtbaren Netzen ertrinken, welche die Erde umspannen.

Ja, Sea Shepherd hat dieses Jahr nur zwei Schiffe ins Südpolarmeer geschickt. Hätten wir mehr geschickt, wäre es auf Kosten vieler Leben jener Tiere gewesen, die in anderen Kampagnen auf der Welt gerettet wurden.

Wir stehen einer großen Anzahl von Problem gegenüber, von Übersäuerung der Ozeane über Meeresverschmutzung und Überfischung.

Illegaler Walfang ist eine Schande. Die Überfischung, mit dem Hauptproblem der illegalen, unregulierten und undokumentierten Fischerei (IUU-Fischerei), tötet jedoch weitaus mehr Meeressäuger und ist eine sehr viel größere Gefahr für die Biodiversität.

Walfang war das große Problem im Naturschutz der 1970er. Die „Rettet die Wale“-Bewegung half bei der Entstehung der modernen Umweltschutzbewegung.

Doch seitdem sind die Probleme der Ozeane, denen wir gegenüberstehen, noch größer. Die Anzahl der Fische in den Ozeanen der Welt hat sich halbiert, seit Captain Paul Watson 1975 zum ersten Mal gegen den Walfang vorging. Wir sind aus der „Rettet die Wale“-Bewegung aufgrund von Notwendigkeit herausgewachsen. Wir sind eine „Rettet die Meere“-Bewegung.

Leider bedeutet das auch, dass nicht all unsere Schiffe in der Antarktis sein konnten.

Heute nehmen wir uns einen Moment, um den getöteten Walen zu gedenken - und dann kämpfen wir wieder für die Ozeane, so wie wir es immer getan haben.

Ein Brydewal, der im Netz eines Ringwadenschiffes gefangen ist Foto: Sea Shepherd Global / Simon Ager
Delfine, die in einem illegalen Stellnetz im Golf von Kalifornien gefangen wurden Foto: Sea Shepherd Global / Thomas Le Coz
Die SAM SIMON und die FARLEY MOWAT, unterstützt von der mexikanischen Marine im Golf von Kalifornien Foto: Sea Shepherd Global / Giacomo Giorgi
 Die BOB BARKER zwischen der NISSHIN MARU und der SUN LAUREL




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