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wert1Von Captain Wyanda Lublink, Samstag, 18. Februar 2017: Ich werde oft gefragt, ob unsere Anti-Walfang-Kampagnen eigentlich erfolgreich sind und woran wir denn unseren Erfolg messen?

Am einfachsten lässt sich unser Erfolg wohl an den Leben messen, die wir gerettet haben. Vor 2014 lag die von den Walfangflotten selbst auferlegte Fangquote bei 1.035 Walen pro Saison. Hierzu gehörten 50 Buckelwale (eine geschützte Spezies), 50 Finnwale (eine gefährdete und geschützte Spezies) und 935 Zwergwale (ebenfalls eine geschützte Art). Seit unserer ersten Kampagne im Jahr 2002 haben wir das Leben von über 6.000 Walen gerettet.

Nachdem der Internationale Gerichtshof 2014 gegen Japans „wissenschaftliche“ Programm JARPA–II geurteilt hatte, senkte die japanische Regierung im Zuge der Vorstellung von NEWREP–A ihre Fangquote auf 333 geschützte Zwergwale. Dies ist eine sehr gut durchdachte Reduzierung der Fangquote, wenn man bedenkt, dass in all den Jahren in denen Sea Shepherd aktiv Wale vor den japanischen Walfängern schützte, die durchschnittliche Anzahl der Wale, die pro Saison getötet wurden, bei ungefähr 300 lag.

Es ist unmöglich, den Wert des Lebens eines Wales zu bemessen, ebenso wenig wie es möglich ist, den Wert eines menschlichen Lebens zu bemessen. Eine weitere wichtige Möglichkeit unseren Erfolg zu messen, ist der finanzielle Verlust, den die japanische Walfangflotte erlitten hat, seit wir damit begonnen haben, das illegale Töten zu stören. Erstens ist der wirtschaftliche Schaden groß, weil sie nicht die geplanten Mengen von Walfleisch verkaufen können, mit denen sie ursprünglich gerechnet haben. Seit 2005 haben sie es nicht mehr geschafft, ihre Quote einzuhalten.

Ein seltener Finnwal im Südpolarmeer. Ein seltener Finnwal im Südpolarmeer. Foto: Simon Ager
Zweitens müssen wir auf die täglichen Kosten schauen, die anfallen, um ein Schiff im Südpolarmeer zu betreiben. Wir wissen, dass es Sea Shepherd jeden Tag etwa 8.000 Euro kostet, um die OCEAN WARRIOR und die STEVE IRWIN auf See zu halten. Auf beiden Schiffen haben wir insgesamt 51 Crewmitglieder. Das sind rund 4.000 Euro pro Schiff. Die japanische Walfangflotte hat mehrere Schiffe in ihrer Flotte; die NISSHIN MARU mit ca. 100 Crewmitgliedern an Bord, 3 Harpunenschiffe mit etwa je 20 Crewmitgliedern und ein privat gemietetes Tankschiff.

Während OPERATION NEMESIS war uns die YUSHIN MARU #2 für 13 Tage auf den Fersen und die YUSHIN MARU #3 folgte uns für 22 Tage und tut es immer noch. Das sind insgesamt 35 Tage, die wir bis jetzt verfolgt wurden. Wenn man davon ausgeht, dass die laufenden Kosten für ein Harpunenschiff sich ungefähr mit unseren täglich laufenden Kosten decken, hat die japanische Walfangflotte 140.000 Euro an japanischen Steuergeldern nur dafür verschwendet, einem Sea Shepherd-Schiff zu folgen, und diese Zahl steigt täglich.

Die YUSHIN MARU #3 mit der OCEAN WARRIOR im Hintergrund. Foto: Simon AgerDie YUSHIN MARU #3 mit der OCEAN WARRIOR im Hintergrund. Foto: Simon Ager
Wenn eines dieser zwei Harpunenschiffe uns nicht gerade verfolgt, sucht es nach der OCEAN WARRIOR. Seitdem die OCEAN WARRIOR aus Hobart ausgelaufen ist, hatte sich immer eines der Harpunenschiffe vor die NISSHIN MARU positioniert, um als Sicherheitsschiff zu fungieren. Hierdurch werden weitere 4.000 Euro pro Tag verschwendet, weil das Schiff seinen eigentlichen Job nicht machen kann.

Die NISSHIN MARU, die außerdem viel größer ist und dementsprechend mehr Treibstoff benötigt und darüber hinaus mehr Münder zu stopfen hat, kostet täglich etwa 6.000 Euro. Wenn wir all die Tage unseres Aufenthalts hier nehmen, an denen das Wetter schlecht war, und alle Tage dazu zählen, an denen es uns gelang, die Walfangflotte in Bewegung zu halten, sodass sie nicht in der Lage waren zu töten, macht das etwa die Hälfte der Zeit ihres Aufenthalts im Südpolarmeer aus.

Und schließlich ist da noch die KAIYO MARU #7, ein weiteres Sicherheitsschiff, getarnt als ein Krill-Forschungsschiff, die etwa einen Monat lang im Südpolarmeer herum schipperte. Ihre laufenden Kosten müssen den restlichen Kosten der Flotte noch hinzugefügt werden.

Diese Kosten sind nur eine Schätzung basierend darauf, was unsere eigenen Schiffe uns täglich kosten. Aber vergesst dabei auch nicht, dass der Großteil unserer Crews Freiwillige sind; sie werden nicht bezahlt und sie bezahlen auch für ihre eigene An-/Abreise zu und von den Schiffen. Die gesamte Schiffscrew der japanischen Walfangflotte bekommt ein normales Gehalt.

Die YUSHIN MARU #3 treibt in der Nähe der STEVE IRWIN. Foto: Simon Ager Die YUSHIN MARU #3 treibt in der Nähe der STEVE IRWIN. Foto: Simon Ager
Alles in allem haben wir berechnet, dass die japanische Walfangflotte einen Verlust von über 108 Mio. Euro als Folge unseres direkten Eingreifens erlitten hat. Das ist eine gewaltige Summe. Geld, das man für sinnvollere Zwecke ausgeben könnte, wie zum Beispiel die Bereinigung des Fukushima Desasters. Schließlich haben sie es noch immer nicht geschafft, die Vermischung von Grundwasser mit dem hoch kontaminierten radioaktiven Wasser im Inneren des kaputten Reaktors zu stoppen. Alternativ hierzu könnte man das Geld dafür zu nutzen, die Tourismusbranche in Taiji anzukurbeln, um den Handel mit gefangenen Delfinen und das Massenschlachten zu beenden. Umweltfreundliche Delfintouren, bei denen Menschen die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung beobachten könnten, sind um Längen attraktiver, als blutgetränkte Buchten.

Ich weiß, viele Leute sagen uns, dass Japan niemals aufhören wird, Wale und Delfine zu töten, nur weil sie nicht wollen, dass man ihnen sagt, was sie zu tun und zu lassen haben. Ich glaube das auch, aber es sieht schon wieder ganz anders aus, wenn die Regierung Gelder, öffentliche Gelder, sinnlos verschwendet. Es wird die Zeit kommen, wo Japan erkennen wird, dass sie nicht weiterhin finanziell in ein Fass ohne Boden investieren können. Und bis dieser Tag kommt, werden wir auch weiterhin die Wale hier im Antarktischen Walschutzgebiet schützen. Wir sind unerbittlich, voller Leidenschaft und Courage, und wir werden nicht aufgeben!




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