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13. Mai 2011

Sea Shepherd Schiffe werden libysches Kriegsgebiet auf Wilderer kontrollieren

Beginnend mit dem kommenden Juni werden zwei Sea Shepherd Schiffe in die Gewässer vor der Küste Libyens einfahren. Das Gebiet ist als Kriegsgebiet definiert, seit die NATO die Rebellen im Kampf gegen den Despoten Muammar Gaddafi unterstützt. Unser Ziel in den lybischen Gewässern ist es Wilderer zu stören und illegal gefangene Blauflossenthunfische zu befreien und damit den Erhalt der Spezies zu sichern.

Das libysche Hoheitsgebiet wurde von der NATO zu einer Flugverbotszone erklärt, dies beinhaltet auch Flugzeuge zur Überwachung von Fanquoten und Wilderei. Die NATO ist an illegalem Fischfang nicht interessiert und die EU oder Inspektoren der International Commission for the Conservation of Atlantic Tunas (ICCAT) haben keinen Zutritt zu diesen Gewässern.

Da Greenpeace keine Blauflossenthunfisch Kampagne durchführt ist der Schutz des höchst gefährdeten Blauflossenthunfischs einzig den beiden Sea Shepherd Schiffen überlassen: das Flaggschiff die Steve Irwin und unser Abfangschiff mit neuem Namen. Das einzige nicht militärische Fluggerät in der Gegend wird Sea Shepherds Helikopter, die Nancy Burnet an Bord der Steve Irwin sein.

Das Risiko bei dieser Kampagne ist hoch, jedoch steht der Blauflossenthunfisch bereits kurz vor seiner Ausrottung, wird er also in den nächsten Jahren nicht ordentlich geschützt verschwindet er für immer – Sea Shepherd wird den Blauflossenthunfisch nicht im Stich lassen. Im vergangenen Jahr während der ersten Operation Blue Rage 2010, hat die Sea Shepherd Crew illegale Wilderer lokalisiert und mit der Freilassung von ca. 800 Blauflossenthunfischen ihre Aktivitäten durchkreuzt.

Präsident von Sea Shepherd Frankreich, Lamye Essemlali, nahm am 6. Mai 2011 an einem Treffen mit der Generaldirektion Maritime Angelegenheiten und Fischerei der EU teil. Die Kommission wird als Ergebnis des Treffens den Aktivitäten von Sea Shepherd im Juni aufmerksam folgen und Sea Shepherd wird am Ende der Kampagne einen detaillierten Report abgeben. Bevor Sea Shepherd illegal gefangenen Blauflossenthunfisch befreien wird, werden wir Rücksprache mit der Kommission halten um die tatsächlichen Registrierungsinformationen und Fangerlaubnisse der in Frage stehenden Schiffe zu erhalten.

In diesem Jahr wird der Blauflossenthunfisch eine kleine Verschnaufpause haben, da fast die Hälfte der französischen Fangflotte im Hafen bleiben muss. Dies hängt zusammen mit dem Verlust der Fangerlaubnis in libyschen Gewässern für alle Schiffe, welche zwar in libyschem Besitz sind, jedoch unter französischer Flagge fahren. Zehn der im Mittelmeerhafen Sete, ca. 185 km entfernt von Toulouse, stationierten Thunfischschiffe wird das Auslaufen verwehrt da die Besitzer enge Verbindungen mit Gaddafi pflegen.

Der Konflikt in Libyen führte dazu, dass Libyen seine Anträge für die Fangquote an atlantischem Blauflossenthunfisch für 2011 zu spät bei der in Madrid sitzenden ICCAT einreichte. Die ICCAT entschied über die Quotenverteilung Ende 2010 und veröffentlichte sie im April diesen Jahres, Libyens Quote wurde gestrichen. „Wegen des Krieges in Libyen werden ungefähr 100 Seemänner nicht auslaufen“, sagte Raphael Scannapieco, Besitzer von fünf Thunfischschiffen, von denen drei in Libyen registriert sind.

Die vorgesehene Quote für Libyen betrug 902 Tonnen von insgesamt 12.900 Tonnen für alle Nationen in der am 15. Mai beginnenden Saison. In diesem Jahr wird überhaupt keine Fischerei in den libyschen Gewässern stattfinden, dies erleichtert die Suche und das Behindern der Wilderer im Vergleich zum letzten Jahr enorm.

„Die Profite von illegal gefangenem Blauflossenthunfisch sind enorm“, sagt Essemlali, Präsident von Sea Shepherd Frankreich. „Das schnelle Geld zieht viel kriminelle Energie an und wir müssen uns gut vorsehen um gegen gewaltsame Attacken gewappnet zu sein.“ Die Mannschaften auf den Sea Shepherd Schiffen wurden für diese Kampagne mit kugelsicheren Westen ausgerüstet für den Fall, dass die Wilderer bewaffnet und aggressiv sind.

Sea Shepherd wird nicht gegen legale Thunfischfänger vorgehen, dennoch sind wir der Meinung, dass die sogenannte legale Quote in Anbetracht der Verkleinerung der Population durch Überfischung und eine höhere Sterberate durch das BP Ölleck im Golf von Mexico, wo der Thunfisch gebärt, höchst unverantwortlich ist.

Frankreich, Italien und Spanien fangen den meisten atlantischen Blauflossenthunfisch, 80 Prozent des Fangs werden an Japan verkauft. Blauflossenthunfische können bis zu 650 kg wiegen und sind im Nord Atlantik, Golf von Mexico und im Mitterlmeer zu finden, wo kommerzielle Fischer den gefangenen Thun in schwimmenden Käfigen mästen.

Hafen Kapitän Philippe Friboullet aus Sete, Frankreich sagte, er werde die Behörden informieren wenn eines der in Libyen registrierten Schiffe den Hafen ohne Fangerlaubnis verlässt. Wilderer werden aus Libyen, Malta, Italien, Spanien, Tunesien und der Türkei erwartet.

„Wir sind bewaffnet mit den Regelungen und Gesetzen und wir halten Kontakt zur NATO und der Europäischen Kommission wenn wir verdächtige Aktivitäten entdecken“, sagte Sea Shepherd Gründer und Präsident Kapitän Paul Watson. „Jeder Thunfischfänger oder Käfig den wir in libyschen Gewässern auffinden werden, wird verfolgt, die Netze zerschnitten und alle Fische freigelassen. Dieses Jahr gibt es keine Toleranz gegenüber den illegalen Wilderern und jeder Fisch in einem Netz in den libyschen Gewässern wird befreit.“




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