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festsetzung1. Oktober 2019:  OPERATION GAMBIAN COSTAL DEFENSE, eine Partnerschaft mit der Regierung von Gambia zur Bekämpfung der illegalen, unregulierten und undokumentierten Fischerei (IUU-Fischerei) in Westafrika, bei der bereits drei industrielle Schleppnetzschiffe wegen einer Reihe von Fischereidelikten festgehalten wurden, hat zur Festsetzung eines vierten Schiffes durch Strafverfolgungsbehörden geführt.

Am 11. September wurde das Fischereifahrzeug NIAM NIOKHO wegen mehrerer Fälle illegaler Fischerei innerhalb eines Zeitraums von weniger als einem Monat von gambischen Fischereiinspektoren und der gambischen Marine mit Unterstützung der Sea-Shepherd-Besatzung festgesetzt. Die NIAM NIOKHO war wiederholt in die neun Meilen lange Sonderverwaltungszone eingedrungen, die für Kleinfischer vorbehalten ist.

1st Maat Mar und Fischereiinspektor auf der Brücke der NIAM NIOKHO
Die Übergriffe wurden sowohl durch das schiffseigene Fischereiprotokoll als auch durch das Protokoll des Fischereibeobachters bestätigt. Viele Fangschiffe vor der Küste von Gambia haben Fischereibeobachter an Bord, die das Land vertreten und als zusätzliche externe Kontrollen zu den Aufzeichnungen des Kapitäns von Fischereifahrzeugen dienen.

Die Gewässer von Gambia sind besonders reich an Artenvielfalt, da das Land dort liegt, wo der nährstoffreiche Gambia-Fluss in den Kanarischen Strom mündet. Die Lebensgrundlage von über 200.000 Gambiern ist direkt oder indirekt von der lokalen Fischerei abhängig, während die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) davon ausgeht, dass mehr als 46% der bewerteten Fischbestände im östlichen Mittelatlantik unter Überfischung leiden.

Die gambische Marine entert die NIAM NIOKHO auf See.
Sardinen und andere kleine pelagische Arten sind für die Gambier von entscheidender Bedeutung, weshalb das Ministerium für Fischerei und Wasserressourcen ein neun Meilen langes Sonderverwaltungsgebiet eingerichtet hat, um die von Kleinfischern genutzten Gewässer zu erhalten. Industrielle Schleppnetzschiffe kommen jedoch routinemäßig nahe an die Küste, worüber sich viele Kleinfischer täglich beim Ministerium beschweren und eine Entschädigung für verlorene Netze fordern, die durch die Schleppnetzschiffe verloren gehen, da diese die Netze einfach überfahren. Auch die Populationen der Sardinen nehmen aufgrund dieser täglichen Übergriffe rapide ab.

Die NIAM NIOKHO liegt gegenwärtig im gambischen Hafen von Banjul.

"Die OPERATION GAMBIAN COSTAL DEFENSE hat vier Schleppnetzschiffe geschnappt, von denen drei in einem speziellen Gebiet gefischt haben, das für Einheimische vorgesehen ist, die von der gambischen Küste zum Bestreiten ihres Lebensunterhaltes abhängig sind. Das Radar der SAM SIMON zeigt nun, dass sich die industriellen Schleppnetzschiffe weit außerhalb des Schutzgebietes aufhalten, so dass sich stark ausgebeutete Fischbestände endlich erholen können. Vier Festsetzungen- und die daraus resultierende massive Abschreckung zeigen, dass die harte Kampfstrategie der Führung des Ministeriums für Fischerei und Wasserressourcen gegen illegale Operationen Auswirkungen auf die lokale Bevölkerung hat", sagte Peter Hammarstedt, Kampagnenleiter bei Sea Shepherd Global.

Sea-Shepherd-Schlauchboot fängt die NIAN NIOKHO ab.
Mit OPERATION GAMBIAN COASTAL DEFENSE schließt sich der siebte afrikanische Küstenstaat an, die illegale Fischerei in den Küstengewässern durch gemeinsame Patrouillen auf See zu stoppen.

Seit 2016 arbeitet Sea Shepherd zusammen mit den Regierungen von Gabun, Liberia, São Tomé und Príncipe, Tansania, Benin und Namibia an der Bekämpfung der IUU-Fischerei, indem sie den afrikanischen Küstenstaaten zivile Küstenpatrouillenschiffe zur Verfügung stellt, damit die Behörden die Fischereivorschriften und die Naturschutzgesetze in ihren Hoheitsgewässern durchsetzen können. Bisher haben die einzigartigen Partnerschaften zur Festnahme von 36 Schiffen wegen illegaler Fischerei und anderer Fischereiverbrechen geführt.




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