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Angriff auf die Farley MowatSan Felipe, BCN, Mexiko – 1. Februar 2019:  Am 31. Januar wurde das Sea-Shepherd-Schiff FARLEY MOWAT während einer Patrouillenfahrt innerhalb des Golftümmler-Schutzgebiets im oberen Golf von Kalifornien von über 50 Angreifern, die sich an Bord von 20 Schnellbooten befanden, attackiert.

Die als Fischer getarnten Wilderer schleuderten Molotowcocktails, Bleigewichte und große Steine auf die FARLEY MOWAT und zerstörten so Fenster und setzen den Rumpf des Schiffes in Brand.

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Crewmitglieder von Sea Shepherd wehrten die Angreifer mit Hilfe von Notfallwasserschläuchen ab, während Marinesoldaten und Polizeibeamte an Bord Warnschüsse abfeuerten, um die Angreifer abzuschrecken.

Der Kapitän der FARLEY MOWAT führte verschiedene Anti-Piraterie-Manöver aus, wie z.B. das Ändern der Fahrgeschwindigkeit, um die Angreifer am Entern zu hindern. Als die sich in der Nähe befindliche mexikanische Kriegsfregatte BARRERA die FARLEY MOWAT anfunkte, nahm das Schiff Kurs zu dieser auf, um eine höhere Sicherheit zu gewährleisten.

Zwei Schlauchboote der Küstenwache, die sich der Szenerie näherten, wurden ebenfalls von den Wilderern angegriffen. Trotz der schweren Angriffe wurde niemand verletzt.

Sea Shepherds Bemühungen, die Kiemennetze in diesem Meeresschutzgebiet zu entfernen, zählen zu den effektivsten Schutzmaßnahmen. Dort ist der Gebrauch von Kiemennetzen verboten, um den Golftümmler zu schützen, der in den Netzen immer wieder als Beifang zu Tode kommt.

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Am 9. Januar fand ein ähnlicher Angriff statt. Die Tragödie, die sich im oberen Golf von Kalifornien abspielt, trifft die hart arbeitenden und ehrlichen Fischer. Auch sie leiden unter der Gewalt durch kriminelle Gruppen, die ungestraft davonkommen.

Der Golf von Kalifornien beherbergt ein reiches Ökosystem und wird von vielen seltenen und bedrohten Arten bewohnt, darunter vom Blauwal, dem größten Säuger der Erde, und der kleinsten Walart, dem Golftümmler. Viele weitere gefährdete Arten, wie der Bogenstirn-Hammerhai, die Pazifische Lederschildkröte und die Grüne Meeresschildkröte leben dort und wurden über die Jahre von Sea Shepherd gerettet.

Die Region hat eine lange Fischereigeschichte, wurde die letzten Jahre jedoch von Überfischung, Wilderei und organisierter Kriminalität geplagt, vor allem durch den illegalen Handel mit Schwimmblasen des Totoaba.

Der Totoaba (ein Umberfisch) gehört zu einer weiteren gefährdeten Art des Golfs von Kalifornien und wird gewildert, um seine Schwimmblasen auf dem asiatischen Schwarzmarkt zu verkaufen. Die Totoaba-Blasen sind wegen ihres hohen Preises als „Kokain des Meeres“ bekannt. Es wird angenommen, dass eine Blase umgerechnet etwa 90.000 Euro einbringen kann.

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Trotz der Einrichtung von Meeresreservaten sind die Bemühungen der mexikanischen Regierung zum Schutz dieses zerbrechlichen Ökosystems durch den Mangel an politischer Einigkeit zur Erhaltung des Golfs behindert worden.

Die neu gewählte Regierung unter Andrés Manuel López Obrador hat vielversprechende Lösungen zur sozio-ökonomischen und Umweltkrise im Golf von Kalifornien vorgeschlagen, als er kürzlich die Region besuchte.

„Sea Shepherd wird weiterhin illegale Kiemennetze entfernen, um den Golftümmler vor der Ausrottung durch Wilderer und kriminelle Gruppen zu schützen“, sagte Kampagnenleiter Locky Maclean. Ergänzend sagte er: „Wir freuen uns darauf, zukünftig enger mit der neuen Regierung zu arbeiten und sind dankbar dafür, eine Rolle im Schutz dieser besonderen Region auf der Welt und einer solch bewundernswerten Art, wie dem Golftümmler, zu spielen.“

Sea Shepherd führt im oberen Golf von Kalifornien bereits seit 2015 OPERATION MILAGRO durch, um den Golftümmler zu schützen. Derzeit wird der Bestand auf weniger als 30 lebende Tiere geschätzt.

Seit Sea Shepherd im oberen Golf von Kalifornien patrouilliert, hat die Crew über 3.100 Tieren das Leben gerettet.

Allein im Dezember 2018 hat Sea Shepherd über 60 Kiemennetze entfernt.






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