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sweden317. April 2018: Eine 14-wöchige Untersuchung durch Sea Shepherd hat ergeben, dass im Sund, der Meerenge zwischen Schweden und Dänemark, trotz des Verbots solcher destruktiven Fischereipraktiken in diesem Gebiet seit 1932 immer noch illegaler Fischfang betrieben wird.

Vom 16. Januar bis zum 6. April forschten Freiwillige von Sea Shepherd und Wissenschafter an Bord des Patrouillenbootes EMANUEL BRONNER im Sund (örtlich bekannt als Öresund oder Øresund), um den Meeresboden auf Anzeichen von Schäden durch Schleppnetzschiffe zu untersuchen.

Wissenschafter nahmen Boden- und Wasserproben und führten eine Seitensichtsonaruntersuchung des Meeresbodens durch, die Hinweise auf die illegale Schleppnetzfischerei (siehe Bild) mit sechs Schleppnetzspuren in nur einem Gewässerabschnitt von einem Kilometer Länge ergab. Taucher von Sea Shepherd fanden auch Kabeljau und tote Schweinswale, die in „Geisternetzen“ gefangen waren, welche im Sund zurückgelassen wurden.

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Das Verbot der Grundschleppnetzfischerei vor über 80 Jahren hat dazu geführt, dass viele seltene und vielfältige Wasserlebewesen im Sund gedeihen konnten. Umfangreiche Untersuchungen der Oceana Foundation im Jahr 2016 zeigten jedoch, dass die derzeitigen Schutzmaßnahmen nicht ausreichen, um dieses einzigartige und empfindliche Ökosystem zu schützen und forderten die dänische und die schwedische Regierung auf, ein einziges grenzüberschreitendes Meeresschutzgebiet (MPA) über den gesamten Sund einzurichten, das die bestehenden kleineren Schutzgebiete und die derzeit ungeschützten Gebiete umfasst.

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Die Ergebnisse von Sea Shepherd zeigen jedoch, dass sich nichts geändert hat. Die Schleppnetzfischerei ist im nördlichen Teil des Sunds noch erlaubt, außer im Februar und März, wenn die stark gefährdeten Kabeljaue laichen. Aber auch diese Einschränkungen werden von den Schleppnetzfischern ignoriert, denn am 11. März wurde ein dänisches Boot mit seinen Netzen auf frischer Tat ertappt. Die mangelnde Durchsetzung, insbesondere auf der dänischen Seite des Sunds, macht es diesen Schleppnetzschiffen leicht, auch am helllichten Tag ungestraft zu operieren.

Ein Kabeljau hat sich in einem Geisternetz verfangen. Foto: Sea Shepherd

„Seit unserer Ankunft in diesem Gebiet kam die schwedische Küstenwache zwei Mal zu uns an Bord und hat uns mehrmals per Funk kontaktiert, damit wir uns identifizieren“, sagte der Leiter von Sea Shepherd Skandinavien, Lukas Erichsen. „Wir haben weder etwas von der dänischen Küstenwache noch von der Fischereiaufsicht gehört oder gesehen. Es mangelt einfach an Durchsetzung oder gar an einfacher Präsenz von dänischer Seite.“

Im Sund entdeckter toter Schweinswal. Foto: Sea Shepherd
Sea Shepherds Erkenntnisse wurden am 3. April in der dänischen Presse veröffentlicht, was den Fischereiminister dazu veranlasste, am nächsten Tag ein Notfallkomitee einzuberufen, in dem die Sozialistische Volkspartei Oceanas Forderung nach der Schaffung eines Meeresschutzgebietes für den gesamten Sund bekräftigte, welches das ganze Jahr über jegliche Schleppnetzfischerei verbietet. Das Parlament wird am 18. April darüber debattieren.

„Wir haben unsere Dokumentation über illegale Aktivitäten im Sund an die dänische Fischereiaufsichtsbehörde übergeben“, sagte Erichsen. „Wir hoffen, dass sie endlich die Schlupflöcher in der Gegend schließen und mit einer aktiven Überwachung beginnen.“

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