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Ein Großteil des Fangs der LABIKO 2 bestand aus Haien. Foto: Melissa Romao/Sea Shepherd.23. November 2017:  In Zusammenarbeit mit dem liberianischen Verteidigungsministerium hat Sea Shepherd bei einer Operation gegen illegale, unregulierte und undokumentierte Fischerei (IUU-Fischerei), der liberianischen Küstenwache dabei geholfen, ein berüchtigtes Fischereischiff festzusetzen, welches auf drei verschiedenen, internationalen schwarzen Listen steht.

Die LABIKO 2, ein 54 m langes Fischereischiff, das vorläufig in Liberia gemeldet war, wurde von der liberianischen Küstenwache mit Hilfe des Sea Shepherd-Schiffs SAM SIMON am 15. November 2017 geentert. Es wurde dabei unterbrochen, wie es nicht genehmigte Fischereiausrüstung in liberianische Gewässer auswarf. Obwohl die LABIKO 2 in Liberia zur Langleinenfischerei gemeldet war, lag sie Stellnetze aus, welche eine sehr zerstörerische Fischereipraktik sind, wenn man die hohe Anzahl ungewollten Beifang betrachtet, den diese Methode mit sich bringt.

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Das Benutzen nicht genehmigter Fischereiausrüstung zählt als „Illegales Fischen“ und gehört zu den schlimmsten Verstößen der liberianischen Fischereiordnung. Bei der Untersuchung wurde keine einzige Langleine an Bord gefunden.
Die LABIKO 2 wurde erst kürzlich auf begrenzte Zeit von den liberianischen Behörden autorisiert. Zuvor war das Schiff in Guinea registriert und der letzte bekannte Besitzer kam aus Galicien, einer Region Spaniens, von der aus viele berüchtigte IUU-Fischerei-Betreiber agierten.

Die LABIKO 2 beim aktiven Fischen mit illegaler Ausrüstung in liberianischen Gewässern. Foto: Melissa Romao/Sea Shepherd.
Im Laufe der Untersuchung entdeckte die liberianische Küstenwache, dass die LABIKO 2 unter ihrem vorherigen Namen MAINE, auf Grund von Verstößen auf drei verschiedenen, internationalen schwarzen Listen für IUU-Fischerei der Regionalen Fischereiorganisationen (RFO) steht. Darunter die schwarze Liste der Organisation für die Fischerei im Nordwestatlantik (NAFO), der Kommission für die Fischerei im Nordostatlantik (NEAFC) und der Kommission für die Fischerei im Südostatlantik (SEAFO). RFOs sind internationale Organisationen, die sich um die Fischerei in bestimmten Gebieten kümmern.

Die SAM SIMON hilft der liberianischen Küstenwache beim Entern und Untersuchen der LABIKO 2. Foto: Melissa Romao/Sea Shepherd.
„Die MAINE ist ein Schiff, das Sea Shepherd bekannt ist. Es steht im Interesse von drei RFOs, die es auf ihre schwarzen Listen gesetzt haben und wurde, seit es in Guinea abgemeldet wurde, nicht mehr gesehen. Es hat nun versucht, seine kriminellen Machenschaften in Liberia fortzusetzen, in der Hoffnung, mit einem neuen Namen unerkannt zu bleiben – eine Taktik, die der liberianischen Küstenwache nicht entging“, so Sea Shepherds-Kampagnenleiter Captain Peter Hammarstedt.

Ein Großteil des Fangs der LABIKO 2 bestand aus Haien. Foto: Melissa Romao/Sea Shepherd.
Die LABIKO 2 führte nicht nur illegale Fischereiausrüstung mit sich, sondern beherbergte auch 28 Crewmitglieder, obwohl sie nur für maximal 23 Leute zugelassen ist. Von den 28 Crewmitgliedern hatten 16 ungültige Arbeitsverträge. Einem Crewmitglied wurden Handschellen angelegt, nachdem es einen Offizier der liberianischen Küstenwache angegriffen hatte. Das Schiff wurde festgesetzt und verbleibt nun bei der liberianischen Kütenwachestation in Monrovia.

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„Illegale Fischereiausrüstung in liberianischen Gewässern zu nutzen, ist ein Verbrechen, welches starke rechtliche Konsequenzen verlangt. Liberia toleriert das Verhalten skrupelloser Fischereibetreiber nicht, welche bereits mehrfach die Gesetze anderer Länder gebrochen haben und sich nicht an die internationalen Fischereirichtlinien halten. Jedes ähnliche Vorhaben gegen die liberianischen Gesetze wird von der liberianischen Küstenwache entdeckt und in Liberia vor Gericht gebracht“, sagte Liberias Verteidigungsminister Samukai.

Sea Shepherd-Schlauchboote von der SAM SIMON brachten die Offiziere der liberianischen Küstenwache zur LABIKO 2. Foto: Melissa Romao/Sea Shepherd.
Seit September 2017 patrouilliert die Meeresschutzorganisation Sea Shepherd die Gewässer von Liberia in Westafrika im Zuge einer Operation unter der Leitung von Brownie Samukai. Die SAM SIMON patrouilliert die Küste von Liberia mit 19 Crewmitgliedern unter der Leitung von Captain Bart Schulting. Mit dabei zwei israelische Berater für maritime Angelegenheiten und Umweltschützer zur Trainingsunterstützung an Bord, zehn Beamte der liberianischen Küstenwache mit der Genehmigung Schiffe zu entern, zu untersuchen und festzusetzen, die unter Verdachte stehen gegen das liberianische Gesetz zu verstoßen.

Ein Offizier der liberianischen Küstenwache an Bord der LABIKO 2. Foto: Melissa Romao/Sea Shepherd.
OPERATION SOLA STELLA hat bereits Anfang des Jahres zur Festsetzung von sechs IUU-Fischereischiffen geführt, darunter ein nigerianischer Shrimp-Trawler mit einer Genehmigung um „nachhaltig gefangene“ Shrimps in die EU exportieren zu dürfen und ein Kühlfrachtschiff, welches Identitätsbetrug beging und plante, 460 Tonnen undokumentierten Fisch im Hafen von Monrovia zu entladen.

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Entwicklungsländer sind besonders gefährdet für IUU-Fischerei, die bis zu 40 % des in den Gewässern Westafrikas gefangenen Fisches ausmacht. Die Kampagne OPERATION SOLA STELLA wird Liberia dabei helfen, gegen nicht zugelassene, ausländische Industrieschiffe vorzugehen, die in den Gewässern des Landes operieren. Sea Shepherd hilft, den Meeresabschnitt von sechs Seemeilen vor der liberianischen Küste zu schützen. Dieser Bereich dient dem Fischfang zum Eigenbedarf und ist der Kleinfischerei vorbehalten, in der 33.000 Liberianer beschäftigt sind.

Ein Offizier der liberianischen Küstenwache an Bord der LABIKO 2. Foto: Melissa Romao/Sea Shepherd.
Für die OPERATION ALBACORE schloss sich Sea Shepherd im Jahr 2016 mit der Regierung von Gabun zusammen. Infolgedessen gab es über 80 Inspektionen von Fischereischiffen auf See. Die Überprüfungen führten zur Festsetzung von fünf kongolesischen Schleppnetzschiffen und eines spanischen Langleinenschiffes. OPERATION SOLA STELLA ist eine Fortsetzung des Einsatzes von Sea Shepherd Global in Zusammenarbeit mit den Nationalregierungen, mit dem Ziel, der IUU-Fischerei ein Ende zu setzen.

Haiflossen an Bord der LABIKO 2. Foto: Alba Treadwell/Sea Shepherd




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