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team119. November 2017: Sea Shepherd hat zwischen Juli und Anfang September zehn Wochen lang verdeckte Patrouillen an Land koordiniert. Die Patrouillen waren Teil unserer fortlaufenden Kampagne OPERATION BLOODY FJORDS, die darauf abzielt, das Abschlachten der Delfine und Grindwale auf den zu Dänemark gehörenden Färöern zu beenden. Die von Sea Shepherd UK koordinierten Teams waren in sechs verschiedenen färöischen Städten positioniert, so dass 19 ausgewiesene Walfangbuchten abgedeckt wurden. Unsere Crew aus Freiwilligen, die ihre persönliche Urlaubszeit nutzte, um sich unter andere Touristen zu mischen, konnte in den zehn Wochen neun verschiedene Grindadráps dokumentieren. In den kommenden Tagen werden wir die persönlichen Aufzeichnungen und Bilder veröffentlichen, die uns von sechs dieser Teams vorgelegt wurden.

Team 1, in Tórshavn positioniert, erfasste den Grindadráp von Hvannasund am 5. Juli 2017, bei dem 70 Langflossen-Grindwale getötet wurden.

"Ich sitze zu Hause an meinem Schreibtisch, aber ich kann immer noch den beißenden, Übelkeit erregenden Geruch des Todes riechen, wenn ich an meine Zeit in Hvannasund denke...

Wie in einem Rausch schlachten die Männer mit Messern und Seilen bewaffnet diese beeindruckenden fühlenden Wesen ab. Sie berufen sich dabei auf ihre Tradition.

Die ganze Gemeinde wohnt dem Massaker bei und genießt es. Für viele Touristen aus Dänemark ist es etwas ganz Besonderes, wenn sie Zeugen eines Grindadráp werden.

Nach dem brutalen Abschlachten werden die toten Körper vom Strand an den gegenüberliegenden Hafen geschafft. Mehrere Generationen von Walen liegen nebeneinander auf dem Boden, inmitten dieses idyllischen und so blutigen kleinen Städtchens.

team12
Noch zwei Stunden zuvor schwammen diese wunderbaren Wale frei im Meer, nun werden sie direkt vor meinen Augen ausgeweidet und verstümmelt. Mit Schrecken musste ich feststellen, dass sich auch Kinder unter den Anwesenden befinden.

Es wird noch grausamer, als Erwachsene beginnen, Kinder zu gefühllosen Taten aufzufordern. Aus einiger Entfernung kann ich beobachten, wie ein fünfjähriges Kind auf dem Körper eines toten Wals herumspringt. Andere Kinder, die ein wenig älter sind, stechen mit ihren Messern in die Wale und treten nach den kleinen Föten.

Einer der Schlächter fordert mich auf, einen Fötus zu fotografieren, der noch immer über die Nabelschnur mit seiner toten Mutter verbunden ist. Dabei bewegt er das Baby mit seinen Füßen. Mir wird immer wieder erklärt, wie privilegiert ich mich fühlen sollte, einem Grindadráp beiwohnen zu dürfen. Nur ein Sadist bringt es fertig, Schönheit in Mord und Leid zu sehen.

Die sinnlose Zerstörung ist eine absolut fürchterliche und traurige Erfahrung. Was ich gesehen habe, wird mich so lange verfolgen, bis diese überholte und blutige Tradition beendet wird. Nur dann würde ich die Täter ziehen lassen können, in dem Wissen, dass durch sie keinem Delfin oder Wal mehr Leid zugefügt werden wird."

Tote Grindwale in Hvannasund. Foto: Sea Shepherd Global
2017 hat sich als eines der schlimmsten Jahre seit Mitte der 90er erwiesen: 1.203 Grindwale und 488 Delfine wurden während 24 Grindadráps auf den zu Dänemark gehörenden Färöern getötet.

Die Berichte und Bilder der anderen Teams folgen in Kürze




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