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newswalende28.08.17,  Kommentar von Captain Paul Watson: 
Sea Shepherd hat in den letzten 12 Jahren etwas absolut Bemerkenswertes erreicht.

2005 haben wir uns daran gemacht, die größte und zerstörerischste Walfangflotte der Welt zu bekämpfen. Einige Regierungen und ein paar nicht-staatliche Organisationen beteuerten, es sei unmöglich.




Die Wenigsten wussten überhaupt von Japans illegalen Aktivitäten im Südpolarmeer. Es war "Aus den Augen, aus dem Sinn". Die Japaner peilten jährlich 1035 Wale an, sowie eine jährliche Fangquote von jeweils 50 stark gefährdeten Buckel- und Finnwalen.

Wir hatten nur wenige Ressourcen, aber nahmen unser einziges ramponiertes und langsames Schiff, die FARLEY MOWAT, und jagten die Walfänger über das Südpolarmeer. Für ein paar Stunden am Stück hatten wir sie immer wieder, bevor sie abermals vor uns flohen.

2006 konnten wir die STEVE IRWIN kaufen, und das Blatt begann sich zu wenden. Jedes Jahr wurden wir stärker und erfolgreicher und erweiterten die Flotte um die SAM SIMON, die BOB BARKER, die BRIGITTE BARDOT und die OCEAN WARRIOR.

Sea Shepherd hat sich unermüdlich dafür eingesetzt, die jährlichen Quoten erheblich zu reduzieren und im Jahr 2012/13 mussten die japanischen Walfänger mit nur 10% ihrer angestrebten Quote nach Hause zurückkehren. Wir taten dies während der amerikanische Bundesgerichtshof uns massiv Steine in den Weg legte.

Die Ergebnisse sprechen für sich selbst: 6000 Wale wurden gerettet. Nicht ein einziger gefährdeter Buckelwal wurde getötet und nur 10 der stark gefährdeten Finnwale. Und das in einem Jahrzehnt, in dem es vorgesehen war, 500 von ihnen zu töten. Außerdem haben die japanischen Walfänger mehrere 10 Millionen Dollar verloren.

Durch unsere Doku-Serie WHALE WARS zeigten wir der ganzen Welt Japans illegale Machenschaften.

Wir halfen dabei, Australien dazu zu bringen, Japan dem Internationalen Gerichtshof (IGH) vorzuführen, wo entschieden wurde, dass seine Operationen als nicht rechtsgemäß gelten. Japan wurde vom IGH dazu beordert, seine Machenschaften einzustellen und zu unterlassen.

Dies taten sie auch für ein Jahr. Jedoch kamen sie zurück mit einem neuen Programm (ebenfalls illegal), mit dem sie ihre erfundene, selbst ernannte Fangquote auf 333 Tiere reduzierten. Das bedeutet, dass seit 2015 1400 weitere Wale von den tödlichen Harpunen verschont wurden. Es bedeutet außerdem, dass jedes Jahr weitere 702 Wale gerettet werden.

Doch in der Bemühung, Sea Shepherds Einschreiten zu verhindern, hat Japan unglücklicherweise das Fanggebiet verdoppelt. Dies wiederum bedeutet, dass sie nun mehr Zeit und mehr Fläche haben, um ihre verringerte Quote zu erfüllen.

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Nichtsdestotrotz hat Sea Shepherd die STEVE IRWIN und die OCEAN WARRIOR losgeschickt, um die Walfänger in der Saison 2016/17 zu verfolgen. Doch obwohl es nun länger dauerte und mehr gekostet hat, haben es die japanischen Walfänger geschafft, ihre Quote zu erfüllen.

Was wir nun herausgefunden haben ist, dass Japan militärische Überwachungstechnik einsetzt, um die Bewegungen von Sea Shepherds Schiffen in Echtzeit per Satellit zu beobachten. Wenn die Japaner wissen, wann wir uns wo befinden, können sie uns ganz einfach aus dem Weg gehen. Während der letzten Antarktiskampagne OPERATION NEMESIS kamen Sea Shepherds Schiffe nahe an sie heran und unserem Helikopter gelang es sogar, Beweise für ihre illegalen Machenschaften zu sichern. Leider waren wir jedoch nicht in der Lage, sie einzuholen. Wir kommen schlichtweg nicht gegen ihre militärische Technologie an.

Dieses Jahr hat es Japan mit seinem Widerstand auf die Spitze getrieben, indem es neue Anti-Terror-Gesetze durchgesetzt hat. Von diesen Gesetzen sind einige speziell dafür bestimmt, Sea Shepherds Taktiken unbrauchbar zu machen. Zum ersten Mal haben sie nun verkündet, möglicherweise ihre Marine zu schicken, um ihre illegalen Aktivitäten zu verteidigen.

Die japanischen Walfänger haben nicht nur alle nötigen Ressourcen und Fördermittel, die ihnen die Regierung zur Verfügung stellt, sondern außerdem die starke politische Unterstützung einer wirtschaftlichen Supermacht. Sea Shepherd im Gegensatz verfügt nur über begrenzte Ressourcen und hat außerdem feindliche Regierungen in Australien, Neuseeland und den USA.

Die Entscheidung, der wir uns stellen mussten, ist: Verbrauchen wir unsere begrenzten Ressourcen bei einer weiteren Operation im Südpolarmeer, die nur wenig Aussicht auf ein erfolgreiches Einschreiten hat ODER organisieren wir uns neu mit anderen Strategien und Taktiken? Wenn etwas nicht funktioniert, gibt es nur die Möglichkeit, einen besseren Plan zu entwickeln. Denn wenn ein Plan nicht länger funktioniert, ist die einzige Alternative ein verbesserter Handlungsablauf.

Wir müssen diesen neuen Plan entwickeln und wir werden dies tun.

Dieses Jahr werden wir keine Schiffe ins Südpolarmeer schicken, aber wir geben das Walschutzgebiet auch nicht auf. Wir müssen die Ressourcen ausbauen und unsere Taktiken verfeinern, um die illegalen Operationen der japanischen Walfangflotte zu unterbinden. In der Zwischenzeit ist es für die australische Regierung so weit, zu ihren Versprechen zu stehen. Sea Shepherd hat im Südpolarmeer das gemacht, was in der Verantwortung Australiens liegt. Nämlich das internationale und australische Naturschutzgesetz aufrechtzuerhalten. Statt Sea Shepherd zu unterstützen, unterstützte die australische Regierung die japanischen Walfänger. Sie belästigten Sea Shepherd und hinderten uns daran, Geld zu sammeln, indem sie uns nicht als gemeinnützige Organisation anerkennen.

Was Sea Shepherd in den letzten 12 Jahren geschafft hat, zeigt, was Menschen mit Leidenschaft erreichen können. Auch mit wenig Ressourcen und starken Regierungen als Gegner.

Die japanischen Walfänger wurden bloßgestellt, gedemütigt und am allerwichtigsten: Wir haben Lebewesen vor ihren tödlichen Harpunen gerettet. Tausende Wale schwimmen nun frei im Meer und vermehren sich. All diese Wale wären jetzt tot, wären wir nicht eingeschritten.

Und vielleicht bedeutender als alles andere ist, dass es nun Stimmen in der japanischen Regierung gibt, die sich gegen die weitere Fortsetzung des Walfangs aussprechen. Unsere Anstrengungen waren wie Akupunkturnadeln, die wir in Japans Gesellschaft gesteckt haben, um Reaktionen hervorzurufen. Wir haben die unglaubliche Geldverschwendung aufgedeckt, die Korruption und die Schande, die diese dreckigen Geschäfte über Japan gebracht haben. Unsere Anstrengungen waren so bemerkenswert, dass ein offizieller Sprecher Japans einst sagte, Japan hätte zwei Feinde – China und Sea Shepherd!

Sea Shepherds andauernde Bemühungen, Walfänger zu verfolgen und ihr Tun zu beenden, werden fortgesetzt. Und nicht nur gegen den japanischen Walfang, sondern auch gegen den norwegischen, dänischen und isländischen. Das ist es, was wir die letzten 40 Jahre getan haben. Wir werden niemals aufhören, bis die Abscheulichkeit des Walfangs für immer abgeschafft ist, egal wer ihn betreiben will, wo oder warum.

Neben der Bekämpfung des illegalen Walfangs macht Sea Shepherd auf unseren Ozeanen unglaubliche Dinge mit begrenzen Ressourcen. Der stark gefährdete Golftümmler wäre nun ausgestorben, wären wir nicht eingeschritten. Wir schafften es im Südpolarmeer, die gesamte Wildererflotte, die es auf den Antarktisdorsch abgesehen hatte, zu stoppen. Wir haben Wilderer in Westafrika abgefangen und aufgehalten. Genauso auf den Galapagos-Inseln, bei Sizilien und Panama. Wir haben hunderte Tonnen Geisternetzte und Plastik aus dem Meer gezogen und am Wichtigsten: Wir haben der Welt gezeigt, was ein paar leidenschaftliche und mutige Menschen erreichen können.

Unser Ziel ist es weiterhin, allem Leben in den Ozeanen zu dienen und es vor der illegalen, durch Gier getriebenen Ausbeutung durch zerstörerische Menschen zu beschützen.

Sea Shepherd wird von dieser Erkenntnis geleitet: Wenn die Ozeane sterben, dann sterben auch wir!

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