• Simple Item 10
  • Simple Item 7
  • Simple Item 11
  • Simple Item 1
  • Simple Item 9
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5

Ein Offizier der liberianischen Küstenwache nähert sich der LIAN RUN. Foto: Alejandra Gimeno/Sea Shepherd Global.28. März 2017: Nachdem am 21. März die Nachricht eingegangen war, dass ein Kühlschiff, das sich außerhalb des Hafens von Monrovia befand, verdächtigt wurde, eine falsche Identität zu nutzen, hat die liberianische Küstenwache mit Hilfe von Sea Shepherd die 93 Meter lange, in Sierra Leone gemeldete LIAN RUN geentert. Unterstützt wurden sie hierbei auch von zwei israelischen Beratern für maritime Angelegenheiten und Umweltschützern.

Das Automatische Identifikationssystem (AIS), ein Funksystem zum Austausch und zur Übermittlung von Navigations- und anderen Schiffsdaten, sendete eine unregistrierte IMO-Nummer. IMO-Nummern sind einmalig vergebene Kennungen, die lebenslang an ein Schiff gebunden bleiben, um die Sicherheit auf See zu verbessern und Betrug im Schiffsverkehr einzudämmen.

Die LIAN RUN wurde während der vergangenen fünf Jahre bereits fünf Mal festgesetzt und weist eine Geschichte von illegaler, unregulierter und undokumentierter Fischerei (IUU-Fischerei) auf. Während der Untersuchung wurde festgestellt, dass das Schiff 460 Tonnen Fisch an Bord geladen hatte, mit dem Ziel diesen im Hafen von Monrovia zu entladen.

Der Kapitän der LIAN RUN war nicht in der Lage, eine Ladeliste für den geladenen Fisch vorzulegen. Bei Ladelisten handelt es sich um gesetzlich vorgeschriebene Dokumente, die als Nachweis für die Herkunft des Fisches dienen.

Der Kapitän gab später an, dass der Fisch von vier weiteren Schiffen der LIAN RUN-Flotte umgeladen wurde. Jedoch konnten keine Dokumente, einschließlich Kopien der Fischereigenehmigungen der Fangschiffe, zur Bestätigung dieser Aussage vorgelegt werden.

„Kühlschiffe tragen maßgeblich zur IUU-Fischerei bei, da sie dazu genutzt werden, um den Fang von IUU-Fischereischiffen reinzuwaschen. In diesen sogenannten Reefern kann legaler Fang mit illegalem Fang gemischt werden, wodurch es unmöglich ist, die Herkunft des Fisches zu bestimmen. Fisch reinzuwaschen ist einfacher als Geldwäsche. Daher müssen Schiffe, die Fisch auf See umschlagen, anhand von Kopien der Fischereigenehmigungen der Fangschiffe nachweisen können, woher der Fisch stammt“, sagte Kampagnenleiter Captain Peter Hammarstedt.

Die liberianische Küstenwache wies an, das Schiff wegen Verdacht auf Identitätsbetrug und IUU-Fischerei festzusetzen, während die Herkunft der Fischladung untersucht wird.

„Um es mit der IUU-Fischerei aufzunehmen, müssen wir hinter den Schiffen her sein, die aktiv in illegale Fischereiaktivitäten verwickelt sind oder kriminelle Aktivitäten unterstützen. In Liberia habe ich die Küstenwache dazu angewiesen, jede Verbindung in dieser kriminellen Kette ins Auge zu fassen, darunter auch diese Mutterschiffe, welche die Fischereiverbrechen möglich machen“, so der Verteidigungsminister Brownie Samukai.

Sea Shepherd unterstützt die liberianische Regierung bereits seit Februar 2017 im Rahmen von OPERATION SOLA STELLA, um gegen IUU-Fischerei vorzugehen. Dazu stellt Sea Shepherd die BOB BARKER als ziviles Hochseepatrouillenboot für Operationen in liberianischen Gewässern, unter der Leitung des liberianischen Ministeriums für nationale Verteidigung, bereit. Die Patrouillen haben bisher zur Festnahme von vier IUU-Schiffen geführt. Gerade Entwicklungsländer sind sehr anfällig für IUU-Fischerei, welche fast 40% der Fänge in westafrikanischen Gewässern ausmacht.

2016 hat Sea Shepherd zusammen mit der Regierung Gabuns über 40 Fischereischiffe im Rahmen von OPERATION ALBACORE untersucht und dabei drei kongolesische IUU-Schleppnetzschiffe und ein spanisches Langleinenschiff festgesetzt. OPERATION SOLA STELLA führt Sea Shepherd Globals Bemühungen fort, die IUU-Fischerei mit Hilfe nationaler Regierungen zu beenden.

reefer217
Sea Shepherd und die liberianische Küstenwache entern die LIAN RUN. Foto: Michael Rauch/Sea Shepherd Global
Sea Shepherds IUU-Task Force und die liberianische Küstenwache befragen die Crew des Kühlschiffs. Foto: Michael Rauch/Sea Shepherd Global
Untersuchung der Kühlladung auf der LIAN RUN. Foto: Michael Rauch/Sea Shepherd Global
Durchsuchung der LIAN RUN Foto: Michael Rauch/Sea Shepherd Global




News / Kommentare

  • Niederländische Postleitzahlen-Lotterie verlängert Zusammenarbeit mit Sea Shepherd
  • Sea Shepherd reagiert auf Beamten in Osttimor der Ausrottung von Haien unterstützt
  • Wir müssen unsere Plastik-Fehler bereinigen
  • Sea Shepherd fordert USA zur Überprüfung von Nachhaltigkeit der Garnelenfischerei auf

Event-Vorschau

  • 28.10.17 | Sea Shepherd@ Marrok Konzert SBG
  • 21.10.17 | River Clean-Up WIEN
  • 14.10.17 | Sea Shepherd@ Underpressure D-Days

Österreich News

  •   +

      Artgerecht ist nur die Freiheit Read More
  •   +

      Spendenaktion des Malers Toninho Dingl Read More
  •   +

      Jahresrückblick 2016 Read More
  • 1